Witzig, virtuos, einzigartig !

"Gansch & Roses" live beim Steegwirt!
von Herbert Greunz

"Den Namen Gansch & Roses gab mir vor 10 Jahren ein Nachbar im Goldenen Ochsen zu Melk. Dieser war sich der Tragweite seines ersonnenen Kosenamens nicht bewusst, denn seit diesem denkwürdigen Tag war mir klar, dass meine Band, wie auch immer sie aussehen würde, einmal diesen klingenden Namen tragen sollte", meinte Thomas Gansch, der Leader dieses außergewöhnlichen Bläserensembles.

Die freundschaftlichen Verbindungen von Kapellmeister Fritz Grampelhuber sorgten für eine fruchtbare Zusammenarbeit, so fungierte der Steegwirt als umsichtiger Gastgeber während der mehrtägigen Aufnahmearbeiten zum neuen Tonträger im Musikheim der Feuerwehrmusikkapelle St. Agatha.

Die begeisterten Musiker dankten die Gastfreundschaft mit einem außergewöhnlichen Jazzabend beim Steegwirt. Der Hans-Koller-Jazz-Preisträger 2002 hat sich in kürzester Zeit als Trompeter und Flügelhornist sowie als Komponist und Arrangeur in der Bläserszene hohen Respekt verschafft. Als Frontman von "Gansch & Roses" und "Mnozil Brass" sowie als Sideman im "Vienna Art Orchestra" ist er vielbeschäftigt und kann in diesen exquisiten Formationen seine Virtuosität und vor allem seinen musikantischen Spielwitz einbringen. Melodien in teilweisem irrwitzigen Tempo gepaart mit musikalisch zeitrafferartigen Sequenzen pflegt Gansch mit erstaunlicher Abgeklärtheit dem Publikum um die Ohren zu blasen.

Der optische und musikalische Auftritt der Truppe versprach allein schon der klingenden Namen wegen höchste Qualität. An den Trompeten Thomas Gansch, Bumi Fian und Thorsten Benkenstein, das Sax-Register war mit Florian Bramböck, Harry Sokal und Herwig Gradischnig besetzt. Dazu das tiefe Register mit den Posaunisten (und Tubisten) Ed Partyka und Dominik Stöger, den drivenden Rhythmus spielten Georg Breinschmid (Kontrabass) und Mario Gonzi (Schlagzeug). Das sensationelle Konzert versprühte ein fulminantes Feuerwerk an Spielwitz und Virtuosität. Die Band führte zu einem genussvollen "Ritt" durch die Jazzgeschichte, in der freilich immer wieder hörbar wurde, dass die musikalischen Wurzeln in der Blasmusiktradition liegen und im besonderen die Abstammung von Bandleader Thomas Gansch aus einer großen Musikerfamilie deutlich wurden. Für jene, die diesen Jazzabend versäumt haben, gibt es nur einen Tipp: CD kaufen, Player anwerfen und reinhören - denn irgend etwas hat man sicher überhört.


Was ist los ?
* Eröffnung der Fischsaison!
* Fritz Grampelhuber kocht für die österreichische U20-Mannschaft bei der WM in Kolumbien!
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